Rückblick auf einen gelungenen Meisterschaftsausklang – mit Erwartetem und Überraschungen

13. Straub Sport-Cup 2016/17, Finalrunde Samstag/Sonntag, 18./19. März in Hasle b. Burgdorf

Die Unihockeymeisterschaft der Turnvereine 2016/17 ist vorbei. In der Preisegg-Grossturnhalle in Hasle organisierte der TV Rüegsauschachen zum zweiten Mal in Serie die Finalrunde. Der TV Messen bei den Damen und der TV Rüegsauschachen in der Mixed-Kategorie schafften das Double, also den Gewinn des Cups und der Meisterschaft. Herrenmeister wurde überraschend der TV Ursenbach Flyers I. Den Herren-Cup gewann Wygorazzi I. Im Nachwuchs liessen sich der TV Ursenbach Flyers I (ältere Jugeler) und der TV Hubersdorf II (jüngere Jugeler) als Meister feiern. Ausserdem wurden auch die Auf- und Absteiger ermittelt, der MVP gewählt und die Jugi-Topskorer gekrönt.

Schlussrangliste Saison 2016/17 hier

Der TV Rüegsauschachen organisierte zum zweiten Mal in Folge die Finalrunde der Turnvereins-Unihockeymeisterschaft. Unter der OK-Leitung des Vereinspräsidenten Marco Graber wurde den Unihockeymannschaften während zwei Tagen optimale Bedingungen geboten. Die beiden Spielfelder mit Banden in der Preisegg-Turnhalle oberhalb Hasle ermöglichten tolle Unihockeypartien. Und von der Festwirtschaft unmittelbar neben dem Spielfeld konnten die Zuschauer das Geschehen optimal verfolgen. Auch die Verpflegung liess nichts zu wünschen übrig. Anstelle der an Festen dauerhaft erhältlichen Pommes Frites bot die Männerriege Rüegsauschachen ein feines Ghackets und Hörnli an. Dieses stärkte die Unihockeyspielenden mehr als die langen gelben Stäbli. Doch auf den typischen Budenfood musste nicht komplett verzichtet werden. Hamburger und Hot Dog standen ebenfalls im Angebot. Ein Dank an «Schachen» für die gute Infrastruktur, die Festwirtschaft und das anpackende Helferteam.

OK

Tippspiele mit schönen Preisen und einem besonderen Gewinner
Das Drumherum war an der Finalrunde reichhaltig. So konnten in vier Tippspielen herrliche Naturalpreise gewonnen werden. Es siegten Thomas Blatti (TV Wynigen), Ivo Herrmann (TV Madiswil), Tina Haueter (TV Wynigen) und ein Ursenbacher Jugeler. Richtig geschmunzelt wurde beim Tippgewinn von Ivo Herrmann. Die Frage lautete: «Welche beiden Teams der 1./2. Stärkeklasse spielen in der Saison 2017/18 in der 2. Stärkeklasse?» Die richtige Antwort war TV Oberburg und TV Madiswil. Krass: Als Teamspieler von Madiswil tippte Herrmann auf den Abstieg seiner Equipe – und holte sich damit den Tippsieg.

Ohne Schiedsrichter keine Spiele
Schiedsrichter für die beiden Endrunden-Tage zu finden, ist stets eine Knacknuss. Viele Spieler haben bedauerlicherweise das Gefühl, dass sie viel mehr verstehen, als die jeweiligen Spielleiter. Damit wird es auch immer schwieriger, Spielleiter zu finden, welche sich diesen verbalen Attacken aussetzen wollen. Gerade, wenn es sich um externe Spielleiter handelt. Umso mehr haben alle Finalrunden-Schiedsrichter ein grosses Dankeschön verdient. Die Finalrunden-Schiedsrichter:
Yves Sydler, Kirchdorf / Anton Felder, Zollikofen / Oli Zbinden, TV Attiswil / Thomas Erhard, Emmenmatt / Kjell Ita, TV Wynigen / Beat Schüpbach, Rüegsbach / Lukas Stalder, TV Oberburg / Stefan Leuenberger, TV Huttwil.

Autogrammstunde mit NLA-Topcracks
Weihnachten und Ostern gemeinsam erlebten die Jugeler am Samstag. Mit Simon Flühmann (UHG Grünenmatt), Kevin Rösch (Captain UHC Grünenmatt) sowie Joel Krähenbühl (Unihockey Tigers) waren drei Schweizer Unihockeytopcracks vor Ort. Das Trio übernahm die Preisverteilung an der Rangverkündigung der Jugeler, gab im Anschluss Autogramme auf alle erdenklichen Artikel und stellte sich den Fragen von Straub-Sport-Cup-OK-Mitglied Stefan Leuenberger. Dieser befragte die beiden «Mätteler» natürlich auch zur dazumal heiklen Lage des NLA-Teams. Die NLA-Spieler bereiteten den jungen Straub Sport-Cup-Teilnehmenden mit ihrer Anwesenheit unvergessliche Momente. Auch Roland Morgenthaler vom Hauptsponsor Straub Sport AG in Langenthal besuchte die Veranstaltung.


Meistergoalie wird zum MVP der Finalrunde gekürt
Der MVP – der Most Valuable Player – wurde zum vierten Mal am Finaltag gesucht. Die 7 besten Herrenteams des Cups (jene Teams der 1. Stärkeklasse, die um den Meistertitel spielten) wurden am Samstagabend beobachtet. Eine Jury wählte schliesslich den Besten am Day x zum MVP. Da die Ursenbach Flyers mit ihrem beeindruckenden aber nicht unbedingt erwarteten Marsch zum Meistertitel derart überzeugten, glänzten auch zwei Spieler dieser Equipe besonders. In die Endauswahl um den MVP schafften es schliesslich der langjährige Ursenbacher Teamspieler Yanick «Nestea» Nestler und der Ursenbacher Torhüter Urs «Schöbeli» Löffel, der auf diese Saison hin zum Stammkeeper avancierte. Und der grosse Jubel bei der Verkündung zeigte der Jury, korrekt gewählt zu haben. Mit bloss acht Gegentoren (die anderen sechs Keeper der Topteams kassierten am Finaltag 13, 14, 17, 18 und 21 Gegentore) hexte «Schöbeli» Ursenbach zum sensationellen Meistertitel. Sein Jubel über die MVP-Auszeichnung – erneut wurde ein spezielles MVP-Shirt verliehen – zeigte die grosse Freude des Keepers. Die weiteren bisherigen MVP-Gewinner heissen Beat Krähenbühl (Wygorazzi I, 2016), Patrick Jost(Ursenbach Flyers I, 2015) und Michael Rentsch (Rüegsauschachen, 2014).

Jugi-Topskorer gross: Josia Schmid, TV Ursenbach Flyers I
Eine Besonderheit an der Finalrunde ist die Ermittlung der Jugi-Topskorer. Diese Wertung wurde zum dritten Mal vorgenommen. Den Coaches wurde aufgetragen, am Finaltag von den Jungs Skorerlisten mit der Auflistung der Tore und des letzten Passes zu führen. Dies wurde seriös ausgeübt. Vielen Dank den Coaches. So konnte in beiden Jugikategorien der Champion ermittelt werden. Für die beiden Präzisionsschützen wurde ein besonderes Topskorer-Shirt mit Aufdruck angeschafft. Bei den grossen Jugelern (Jahrgänge 2001 bis 2003) wurde der Nachfolger von Christian Steiner vom HC Rieden Saint Galls I (9 Punkte, 6 Tore/3 Assists) gesucht – und gefunden. Und wie im Vorjahr stammte der Topskorer erneut vom Meister. Josia Schmid von den Ursenbach Flyers I schaffte 12 Skorerpunkte (10 Tore/2 Assists). Damit holte er sich das spezielle T-Shirt vor Roman Stampfli vom TV Hubersdorf I (10 Skorerpunkte, 9 Tore/1 Assist) und Gian Haudenschild von den Niederbipp «Canucks» I (10 Skorerpunkte, 7 Tore/3 Assists).

Jugi-Topskorer klein: Tobias Ruchti, UHT Explosiv II
Bei den kleinen Jugelern (Jahrgänge 2004 und jünger) wurde der Nachfolger von Kilian Gerber (SV Zollbrück) gesucht, der am letzten Finaltag mit satten 13 Toren und 4 Assists und damit 17 Punkten das Topskorer-Shirt gewann. Dieses Jahr reichten 12 Punkte, um den Titel zu gewinnen. Tobias Ruchti vom UHT Explosiv II schaffte 7 Tore und 5 Assists. Am nächsten kam ihm Simon Stampfli vom TV Hubersdorf II (der Topskorer des Finaltages 2014/15) mit 11 Punkten (10 Tore/1 Assist) und Luca Schüpbach vom TV Messen II mit 7 Punkten (6 Tore/1 Assist)

Herren 1. Stärkeklasse: TV Ursenbach Flyers mit sensationellem Titelgewinn
In der höchsten Herren-Spielklasse ermittelten die sieben besten Teams den Meister unter sich. In der Vollrunde (für jedes Team sechs Partien) geschah viel Unerwartetes. Niemand hätte nach der Qualifikation gedacht, dass sich der TV Rüegsauschachen die Butter noch vom Brot nehmen lässt. Doch genau dies passierte. Das Heimteam, welches mit dreieinhalb Punkten Vorsprung zu den finalen Partien antrat, verlor von sechs Partien gleich deren drei Stück (gegen Ursenbach, Wynigen und Melchnau). Dies war too much. Gerade auch, weil die Ursenbach Flyers zur gleichen Zeit eine Galavorstellung ablieferten. Das Team, welches mit drei Niederlagen in die Saison gestartet war und sich nach weiterem Krebsgang mit «Chlöisu» einen Trainer an die Bande stellte, überzeugte vollends. Nach einer starken zweiten Qualihälfte arbeiteten sich die Flyers noch auf den 3. Rang nach vorne. Und am Finaltag folgte dann die Kür. In sechs Partien feierte Ursenbach sechs Siege (darunter 3:2-Erfolge über die Erzrivalen Rüegsauschachen und Wygorazzi). Damit passierte die Sensation. Ursenbach fegte noch am Titelkronfavoriten Rüegsauschachen vorbei und holte sich mit eineinhalb Punkten Vorsprung auf den Qualisieger den Meistertitel. Nach dem letzten Spiel gegen Wynigen brachen alle Dämme und der Grosserfolg wurde überschwänglich gefeiert. Und nach dem Auftritt in der Preisegg-Halle waren sich alle Top-7-Herrenteams klar: Der Titel ist verdient. Die TV Ursenbach Flyers feierten damit nach fünf Vizemeistertiteln in Serie endlich den langersehnten Vollerfolg. Hinter Rüegsauschachen ging die Bronzemedaille an Wygorazzi, den Meister der vorherigen Saison. Dieser konnte am Ende froh sein, noch einen Podestplatz geschafft zu haben. Wygorazzi holte in Hasle nur fünf Punkte und wurde vom TV Wynigen (4. Rang) und vom TV Huttwil «on fire» (5. Rang) noch bedrängt. Die «Black Hornets» aus Wynigen, welche in der Saison 2013/14 in die 1. Stärkeklasse aufstiegen, schafften mit dem 4. Rang die beste Klassierung überhaupt. Nichts mit dem Podestkampf zu tun hatten die Teams aus Eriswil (6. Rang) und Melchnau (7. Rang).

Herren, Auf-/Abstiegsspiele 1./2. Stärkeklasse: Niederbipp und Messen I steigen auf
Richtig Pfeffer versprachen die Auf-/Abstiegsspiele 1./2. Stärkeklasse. Dies vor allem aus dem Grund, weil bekannt war, dass mit dem enorm spielstarken TV Messen und den sich im absoluten «Flow» befindenden jungen Niederbippern zwei Teams aus der 2. Stärkeklasse vehement den Aufstieg anstrebten. Und es kam, wie zu vermuten war. Zwei der drei Teams aus der 1. Stärkeklasse hielten dem Druck nicht stand. Der TV Oberburg (seit der Saison 2012/13 ununterbrochen in der
1. Stärkeklasse dabei) und der letztjährige Aufsteiger TV Madiswil konnten von den vier Partien nur gerade eine gewinnen. Zu wenig. Beide Teams steigen ab. Derweilen konnten sich Niederbipp und Messen die Plätze in der 1. Stärkeklasse und damit den umjubelten Aufstieg sichern. Für beide Teams war es ein besonderer Erfolg. Messen schaffte nach dem letztjährigen Abstieg die sofortige Rückkehr. Allerdings glücklich. Die Solothurner zitterten am Spielfeldrand während der letzten Partie. Und in dieser verdiente sich das chancenlose Madiswil mit einem 4:2-Sieg über Oberburg eine Kiste Bier. Statt dem Ligaerhalt von Oberburg stand nach dem Schlussspiel nämlich der Aufstieg von Messen fest. Souverän den Aufstieg sicherte sich das Niederbipper Team. Und schaffte damit, was zuletzt dem UHT JS Wygorazzi I gelang: Der direkte Durchmarsch von der untersten in die höchste Herrenliga. Dieser Erfolg zeichnete sich ab. Die Unihockeyarbeit bei Niederbipp ist ausgezeichnet. Und auch in der Quali und im Herren-Cup (bis in den Viertelfinal) glänzten die Bipper bereits. Als Sieger der Fünferpoule gingen allerdings die «Büfflä» aus Zollbrück hervor. Nur wegen dem schlechteren Torverhältnis mussten die «Büfflä» anstellte von Melchnau den Gang in die Abstiegsspiele antreten. Das Team von Sven Bracher schaffte den Ligaerhalt im Jahr eins nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse an der Finalrunde souverän und damit verdient. Die «Büfflä» konnten alle vier Gegner bezwingen.

Herren 2. Stärkeklasse: Messen I vor Niederbipp und Gondiswil
In der zweiten Stärkeklasse der Herren holte sich Messen I «Mabutis» vor den Niederbipp «Canucks» den Meistertitel. Beide Teams bestritten an der Finalrunde die Aufstiegsspiele. Dahinter kämpften die weiteren Teams noch um den Bronzeplatz. Allerdings fehlte die Spannung, weil Gondiswil nach der Quali mit grossem Vorsprung ins Geschehen eingreifen konnte. Und «Gumis» holte sich mit drei Siegen und zwei Remis ungeschlagen den 3. Rang verdient. Dies umsomehr, weil Gondiswil in der Quali die Teilnahme an den Aufstiegsspielen nur hauchdünn verpasste. Nur wegen des besseren Torverhältnisses durfte Niederbipp anstelle von Gondiswil zu den Aufstiegsspielen antreten.

Den 4. Rang holte sich der TV Huttwil «High Voltage».

Herren, Auf-/Abstiegsspiele 2./3. Stärkeklasse: Etziken «Ducks» absolut überzeugend
Die zwei letztplatzierten Teams der 2. Stärkeklasse nach der Qualifikation (Ränge 9 und 10) und die drei besten Teams der 3. Stärkeklasse nach der Quali ermittelten an der Finalrunde untereinander die beiden Plätze in der 2. Stärkeklasse der Saison 2017/18. Und was sich schon in der Quali abzeichnete, wurde am Schlusstag der Meisterschaft Tatsache. Mit den «Ducks» des Turnvereins Etziken – dem Meister der 3. Stärkeklasse – holte sich das spielstärkste Team der untersten Liga verdient den Aufstieg. Drei Siege und ein Remis waren ein klares Statement der Solothurner, welche es im Herren-Cup bis ins Viertelfinale schafften. Dahinter konnte sich der TV Roggwil den Ligaerhalt sichern. Ein wichtiger Sieg über Wyograzzi II und zwei Remis reichten aus. Allerdings mit Glück, denn die zweite Equipe von Wygorazzi erzielte gleich viele Punkte. Das Reglement musste entscheiden: Die bessere Rangierung der Quali zählt, wobei die Ränge der 2. Stärkeklasse höher eingestuft werden als jene der 3. Stärkeklasse. So lachte Roggwil das Glück. Fairnesshalber muss aber erwähnt werden, dass Roggwil die kapitale Partie gegen Wygorazzi II mit 3:2 gewann. Mit dem 3. Rang in der Auf-/Abstiegsrunde passierte für Wygorazzi II ein kleines Drama. Exakt gleich wie an der Finalrunde 2015/16 scheiterte Wygorazzi im Kampf um den Aufstieg in die 2. Stärkeklasse. Die Mannschaft mit dem technisch versierten Unihockey hatte ein weiteres Mal am Tag X kein Wettkampfglück und muss so in der kommenden Saison einen dritten Anlauf nehmen. Die zweite Equipe des Turnvereins Ursenbach, welche ebenfalls an der Poule mitspielte, war beinahe an der Konkurrenz dran. Ein Punkt fehlte, um den Aufstieg zu schaffen. Pech hatte das Schlusslicht der 2. Stärkeklasse. Der TV Attiswil hatte an der Finalrunde keine Chance und taucht in die unterste Liga.

Herren 3. Stärkeklasse: Etziken vor Wygorazzi II und Ursenbach Flyers II
In der 3. Stärkeklasse holten die «Ducks» aus Etziken völlig verdient den Meistertitel. Es wurde allerdings knapp. Nur mit einem Punkt Rückstand ging Silber an Wygorazzi II. Bronze ging an das zweite Team der Ursenbach Flyers. Diese drei Teams nahmen an der Finalrunde an den Aufstiegsspielen zur 2. Stärkeklasse teil. In der 3. Stärkeklasse wurden lediglich noch die Ränge 4 bis 9 ausgespielt, wobei der Gewinner dieser Poule – also der Vierte der untersten Herren-Liga – auch noch mit einem Preis belohnt wurde. Und dieser 4. Platz ging an jenes Team, welches auch schon in der Quali den 4. Rang belegt hatte. Der TV Inkwil holte an der Finalrunde am meisten Punkte und damit verdient die «Ledermedaille». Dies einen Punkt vor den Affoltern «Highland Warriors».

Mixed: Rüegsauschachen mit beeindruckender Dominanz
Die Mixedmeisterschaft wurde am Sonntagmorgen entschieden. Rüegsauschachen stieg als haushoher Favorit ins Rennen – und wurde seiner Reputation auch gerecht. Die drei Punkte Vorsprung aus der Quali, in welcher Schachen in acht Partien ebensoviele Siege feierte, wurden auf satte elf Punkte Vorsprung ausgebaut. In acht Finalrunden-Partien schaffte Rüegsauschachen sieben Siege und ein Remis (1:1 gegen Huttwil «on fire»). Diese totale Überlegenheit des Heimteams sorgte dafür, dass die Teams dahinter näher zusammenrückten. So war der Kampf um die weiteren Podestplätze eine sehr enge Kiste. Dies auch, weil an der Finalrunde – Rüegsauschachen ausgeschlossen – jedes Mixedteam unerwartete Niederlagen kassierte. So avancierte beispielsweise der TV Bärau zur ganz grossen Nummer. Während der 8 Partien umfassenden Quali sammelte der Mixed-Newcomer gerade einmal zwei Punkte. An der Finalrunde zeigten die Emmentaler aber grossen Biss und temporeiches Unihockey. Dies wurde glatt mit satten sechs Siegen und einem Remis belohnt. Damit holte Bärau an der Finalrunde 13 Punkte. Zum Vergleich: Dominator Rüegsauschachen erreichte 15 Punkte. Das zweitbeste Team der Schlussrunde war dann aber bereits Bärau. So verbesserte sich Bärau noch vom 8. auf den 5. Rang. Im Kampf um die Podestplätze kamen bereits vor der Schlussrunde nur noch die drei Teams Wygorazzi, Huttwil «on fire» und Messen II in Frage. Weil alle drei Teams Höhen und Tiefen erlebten, wurde es sehr eng. Schliesslich kam es zum identischen Podest wie in der Saison 2015/16. Schachen holte den Titel vor Wygorazzi (20 Punkte) und dem TV Huttwil «on fire» (18 Punkte). Auch Messen II (gewann die Finalrunden-Direktpartie gegen «on fire») schaffte 18 Punkte. Die bessere Klassierung in der Quali entschied für Huttwil.

Damen: Messen überlegener Meister
Nach einem Jahr Pause konnte die Damen-Meisterschaft wieder ausgetragen werden. Zwar nahmen nur zwei Teams teil. Doch darauf lässt sich aufbauen. In zwei Partien à 60 Minuten wurde der Titel vergeben. Der TV Messen aus dem Kanton Solothurn setzte sich in beiden Partien gegen den ESV Eschenbach aus dem Kanton Luzern klar durch (8:1 und 7:1). An der Finalrunde traten die Damen ausschliesslich zum Cupfinal an.

Jugendriegen, Jahrgänge 2001 bis 2003: TV Ursenbach Flyers I holen den Titel
Bei den älteren Jugelern traten Ursenbach I und Niederbipp I als Kronfavoriten auf den Titelgewinn an. Das Duo lag nur einen Punkt auseinander. Obwohl die Flyers aus Ursenbach die Direktpartie gegen die «Canucks» mit 1:3 verloren, holten sie sich trotzdem den Meistertitel. Niederbipp wurde erneut Vizemeister, weil die Bipper gegen direkte Verfolger gleich fünf Punkte liegen liessen. Der weitgereiste Titelverteidiger aus Rieden in St. Gallen hatte Glück. Die Saint Galls holten punktgleich mit Hubersdorf den 3. Rang. Dank der besseren Quali-Rangierung ging damit Bronze in die Ostschweiz.

Jugendriegen, Jahrgänge 2004 und jünger: Hubersdorf II eine Klasse für sich
Bei den jüngeren Jugeler (Jahrgänge 2004 und jünger) war Qualisieger Hubersdorf II an der Finalrunde eine Klasse für sich. Fünf Siege und ein Remis bedeuteten den ungefährdeten Titelgewinn. Meister-Keyplayer Simon Stampfli schoss gleich zehn Tore. Niederbipp II, der Meister von 2014/15, holte sich mit deutlichem Abstand Silber. Damit zahlte sich die gute Bipper Nachwuchsarbeit der letzten Monate mit zwei Vizemeistertiteln bei den Jugelern aus. Bronze ging an das Unihockeyteam Explosive II aus Wangen an der Aare.

Cupfinal Damen: Messen schafft Double
Da nur zwei Teams am Damenbetrieb 2016/17 teilnahmen, kam es an der Finalrunde direkt zum Cupfinal. Dieser Final am Sonntag verlief nach einer ausgeglichenen Startphase so, wie alle Partien der Saison ausgingen: Das Solothurner Damenteam aus Messen holte sich einen ungefährdeten 10:1-Sieg. Die Teams von Messen-Captain Sabrina Stähli und Eschenbach-Captain Chiara Sbrogio zeigten eine überaus faire Partie.

TV Messen: Svenja Hofer (Torhüterin), Janine Aregger, Kerstin Hausammann, Esther Wyss, Jasmin Iseli, Carla Scheidegger, Livia Schüpbach, Sabrina Stähli, Danja Schüpbach. – Coach: Robin Scheidegger.

ESV Eschenbach: Nadja Bühlmann (Torhüterin), Patricia Köpfli, Chiara Sbrogio, Sabrina Stalder, Sonja Bättig, Fiona Kälin, Miriam Durrer, Brigitte Schacher, Selina Buholzer. Coach: Rebecca Buholzer.

Cupfinal Mixed: Auch Rüegsauschachen mit dem Double

Das Mixed-Tableau gestaltete sich diese Saison speziell. Sämtliche drei Titelfavoriten wurden in die gleiche Tableauhälfte gelost, was dazu führte, dass noch vor dem Finalspiel zwei Titelfavoriten (Wygorazzi und Huttwil «on fire») auf der Strecke blieben. Im Halbfinal nahm Rüegsauschachen gegen Wygorazzi erfolgreich Revanche für die 7:13-Niederlage im Vorjahr. Nun siegte Schachen mit 16:10 und zog in den Final vor Heimpublikum ein. Dort wartete der TV Huttwil «Pink Panthers», der sich in der anderen Tableauhälfte durchsetzte. Das Duell David gegen Goliath gestaltete sich im Startdrittel extrem ausgeglichen. Huttwil hielt mit Power und Härte entgegen. In den restlichen 40 Minuten marschierte Rüegsauschachen dann aber mit teilweise herrlichen Kombinationen ziemlich mühelos durch die Huttwiler Reihen. Am Ende setzte sich Rüegsauschachen klar mit 16:5 durch. Nach drei Titeln in Serie von Huttwil «on Fire» und vier Titeln in Serie von Wygorazzi stemmte erstmals Rüegsauschachen die Cup-Trophäe in die Höhe. Mit dem Gewinn des Cups und der Meisterschaft gelang auch Rüegsauschachen das Double.

TV Rüegsauschachen: Leonie «the magic» Mosimann (Torhüterin), Madelaine «the destroyer» Reist, Manuel «the roadrunner» Rindlisbacher, Patrick «the hammer» Mosimann, Martina «the godmother» Schneider, Simon «the beast» Stalder, David «the wizard» Rohrer, Simone «the brain» Brönnimann, Sacha «the answer» Trüssel, Christian «the boss» Reist.

TV Huttwil «Pink Panthers»: Selina «Selä» Hofer (Torhüterin), Christian «Chrigu» Vetter, Daniel «Dänu» Grossenbacher, Pius «Püse» Kramer, Youcef «Youci» Ait Salem, Jemina «Jemä» Fischer, Michaela «Michä» Huwiler, Jana Spichiger, Thomas «Thömu» Brand, Matthias «Mätthu» Kämpfer, Lukas «Lüku» Kämpfer.


Cupfinal Herren: Packender Final an Wygorazzi
Obwohl am Herren-Cupwettbewerb extrem viele Teams mitspielen und in einer K.o-Partie an einem Abend immer alles möglich ist, schafften mit Rüegsauschachen, Wygorazzi, Huttwil «on fire» und Ursenbach Flyers I die identischen vier 1. Stärkeklassen-Teams die Halbfinals wie schon im Vorjahr. Zum dritten Mal in Serie kam es im Final zum Duell Rüegsauschachen gegen Wygorazzi. Mit 16:8 und 15:12 hatte Rüegsauschachen die beiden letzten Cupfinals gewonnen. Das erneute Duell verlief spannender. Schachen wollte den Cupsieg unbedingt, um nach der am Vortag verspielten Meisterschaft wenigstens diese Trophäe hochzustemmen. «Wygo» hatte etwas dagegen. In einem hochdramatischen Finish, der das Publikum mitriss, setzte sich Wygorazzi schliesslich hauchdünn mit 13:12 durch. Wygorazzi bejubelte damit den allerersten Herren-Cupsieg nach zwei verlorenen Endspielen. Und Rüegsauschachen holte damit bei den Herren keinen Titel.

UHT JS Wygorazzi I: Rafael «Räffu» Moser (Torhüter), Andrin «Vogu» Eggimann, Christian «Chrigu» Leuenberger, Beat «Bidu» Krähenbühl, Matthias «Mätthu» Geissbühler, Roman «Römer» Ellenberger, Benjamin «Benu» Loosli. Coach: Matthias «Sugi» Sägesser.

TV Rüegsauschachen: Florian «the rock» Reinhard (Torhüter), Michu «the shadow» Rentsch, Pasci «the eagle» Jörg, Mosi «the hammer» Mosimann, Fäbu «the machine» Rindlisbacher, Dävu «the wizard» Rohrer, Simu «the beast» Stalder, Martina «the godmother» Schneider, Säschu «the answer» Trüssel, Chrigu «the boss» Reist.



Hinweis: Weitere Bilder sind demnächst in der Rubrik «Bilder» zu finden.

Stefan Leuenberger, OK Straub Sport-Cup