Cupfinals Saison 2019/20

Der TV Rüegsauschachen hat sich mit einem Grosserfolg aus dem Turnvereins-Unihockeyspielbetrieb verabschiedet. Die Emmentaler haben sowohl den Cupfinal der Herren (9:8 nach Verlängerung gegen den TV Inkwil) sowie den Cupfinal im Mixed (15:13 gegen den TV Messen) für sich entschieden.

Wegen Covid-19 musste der Straub Sport-Cup 2019/20 nach der Qualifikation Ende Februar abgebrochen und so gewertet werden. Neben der geplanten Finalrunde in Herzogenbuchsee konnten auch die beiden Cupfinals nicht mehr gespielt werden. Doch das OK hat sich zum Ziel gesetzt, diese Finals noch vor dem Beginn der Saison 2020/21 zu spielen. Und dies gelang. Dank einem Schutzkonzept, zwei vorbildlichen Organisatoren und vier fair zur Arbeit gehenden Finalisten.

TV Inkwil als Cupsensation 2019/20

Der Cupfinal der Herren fand am Freitag, 25. September, in Inkwil statt. Mit Maskenpflicht und Anwendung des eigenen Unihockey-Schutzkonzepts konnten immerhin 34 Zuschauer begrüsst werden. Sie drückten natürlich vorwiegend dem heimischen Underdog die Daumen, der im Cup unglaubliche Leistungen vollbrachte. «Inkbu», welches in der Herren-Meisterschaft der 2. Stärkeklasse den 6. Rang belegte, zwang im Cup alle Favoriten in die Knie. Nach den Etziken Ducks aus der 1. Stärkeklasse wurde mit Oberburg der Meister der 2. Stärkeklasse eliminiert. Im Viertelfinal schaltete Inkwil auswärts den Bronzegewinner der höchsten Herrenliga, den TV Huttwil on fire aus. Am 12. März legte Inkwil dann aber noch eine Schippe drauf. Mit dem TV Messen wurde doch tatsächlich der Meister der 1. Stärkeklasse mit 13:10 bezwungen. Damit war die Finalteilnahme gesichert.

In der anderen Tableauhälfte schaffte der TV Rüegsauschachen mit Siegen über Hubersdorf und Huttwil High Voltage das Halbfinalspiel. Dieses war eine Art vorgezogenes Finalspiel. Gegenüber stand mit dem TV Ursenbach Flyers I nämlich der Cup-Titelverteidiger. In einem heissen Fight setzte sich Schachen mit 16:14 durch.

Spannender Herren-Cupfinal vor Zuschauern

Im Cupfinal liefen die Rüegsauschacher mit deutlich weniger Personal auf als Inkwil. Die topmotivierte Heimequipe wollte dem Cup-Märchen noch die Krone aufsetzen. Die Partie verlief hochspannend. Geleitet wurde sie von Thomas Erhard, (Schiriverantwortlicher bei Swiss Unihockey und Leiter des WM-Finals 2010 in Finnland). Inkwil überzeugte immer wieder mit erfrischenden Angriffen. Der Wille, das Unmögliche zu schaffen, war in er Halle spürbar. Auf der anderen Seite agierten die bloss sieben Rüegsauschacher mit der über Jahre erworbenen Routine. Sie liessen sich zu keinen Fouls hinreissen, da Strafen bei einem solch kleinen Kader gravierend gewesen wären. Auf der Seite von Inkwil überzeugte vor allem der Tscheche Marek Lebl. Der mit grossem Abstand technisch beste Spieler auf dem Feld zeigte etliche Kabinettstückchen. Er reihte sich auch immer wieder unter Inkwils Torschützen ein. Allerdings war es dann auch der ehemalige tschechische Nationalspieler, welcher zahlreiche Topchancen versiebte. Chancen, mit welchen die Partie gegen Rüegsauschachen hätte siegreich gestaltet werden können. Stattdessen kam es nach einem 8:8 nach 60 Spielminuten zur fünfminütigen Verlängerung (Sudden death). Diese dauerte aber nur vier Sekunden. Unmittelbar nach dem Bullygewinn lief Simon Flückiger auf der rechten Seite durch und erzielte mit einem trockenen Schuss den vielumjubelten Siegtreffer. Die Rüegsauschauer konnten damit in ihrem allerletzten Herrenspiel im Straub Sport-Cup den vierten Cupsieg feiern. Nach 16 Saisons zieht sich der TV Rüegsauschachen aus verschiedenen Gründen (aber primär wegen Spielermangel) von der Turnvereins-Unihockeymeisterschaft zurück. Mit dem Gewinn des Cups erfolgte der Abschied mit einem feierlichen Triumph. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Ralf Wyssenbach für das zur Verfügung stellen der coolen Fotos.

 

Cupsieger Rüegsauschachen: Florian Reinhard, Christian  Reinhard, Peter Reinhard, Simon Flückiger, Lukas Blaser, Simon Stalder, Pascal Jörg. Coach: Corine Brönnimann.

Finalist Inkwil: Daniel Lüthi, Reto Aschwanden, Julian Brechbühl, Moreno Ingold, Marek Lebl, Mike Leuenberger, Nick Leuenberger, Daniel Lüthi, Michael Müller, Marco Müller, Marc Stucki, Marco Urben, Reto Urben. Coach: Daniel Zürcher.

Sieger Cup Herren (13 Austragungen): 4x SV Dürrenroth, 4x TV Rüegsauschachen, 3x TV Ursenbach, 1x TV Herzogenbuchsee, 1x UHT Jungschar Wygorazzi.

 

 

Weitere Bilder vom Cupfinal der Herren in der Galerie 

 

Ebenfalls packender Mixed-Cupfinal

Der Mixed-Final konnte am Freitag, 2. Oktober, in Messen gespielt werden. Er wurde vom erfahrenen Wyniger Schiedsrichter Kjell Ita geleitet. Der TV Rüegsauschachen hatte es auch im Mixed-Wettbewerb in den Final geschafft. Dies, nachdem in der Meisterschaft mit dem 3. Rang eine leise Enttäuschung eingesteckt werden musste. Schachen setzte sich bereits im Viertelfinal gegen den Mixedmeister TV Huttwil on fire klar mit 18:11 durch. Noch deutlicher war der Halbfinal gegen Attiswil (22:9). Finalgegner Messen stand noch nie in einem Mixed-Cup-Endspiel. Nach einem Freilos im Viertelfinal konnte im Halbfinal der TV Bärau mit 13:10 bezwungen werden.
Das Finalspiel verlief spannend. Zwar lag Rüegsauschachen nach 40 Minuten mit 11:7 voraus, doch das Heimteam kämpfte sich noch einmal heran. Mit einer Willensleistung gingen die Solothurner im Schlussdrittel sogar 12:11 in Führung. Bis zum Schluss herrschte Hochspannung. Am Ende konnte sich Rüegsauschachen mit 15:13 durchsetzen und tatsächlich im allerletzten Spiel im Straub Sport-Cup noch einen Titel holen. Schachen schaffte damit auch das Kunststück, sowohl Cupsieger bei den Herren wie auch im Mixed zu werden. Etwas, was es bisher noch nie gegeben hat.

 

 

Cupsieger Rüegsauschachen: Leonie Mosimann, Sandra Trüssel, Simone Brönnimann, Christian Reinhard, Peter Reinhard, Simon Flückiger, Thomas Engel, Simon Stalder, Pascal Jörg, Patrik Mosimann.

Finalist Messen: Annina Spielmann, Livia Schüpbach, Janine Arregger, Flavia Schüpbach, Nora Kunz, Robin Scheidegger, Marco Spielmann, Marc Lüthi, Tim Blaser, Martin Iseli, Mark Blaser.

Sieger Cup Mixed (bisher 11 Austragungen): 4x UHT Jungschar Wygorazzi, 3x TV Rüegsauschachen, 3x TV Huttwil on fire, 1x TV Bärau.