16.Straub-Sport Cup 2019/20

Wegen der Coronavirus-Krise wurde der Straub-Sport Cup 2019/20 bereits nach der Qualifikation gewertet. Die geplante Finalrunde in Herzogenbuchsee konnte nicht gespielt werden. Der TV Messen «Honey Badgers» ist erstmaliger Meister in der höchsten Herrenliga. Der TV Huttwil «on fire» gewinnt die Mixedmeisterschaft. Das Siegerteam bei den Damen heisst TV Ursenbach «Unihocorns». Bei den Jugikategorien holten sich Neuling TV Lengnau und der TV Melchnau die Meistertitel. Die Entscheidungen im Cup stehen noch aus.

Die 16. Saison in der Geschichte des Straub-Sport Cups verlief sicher am aussergewöhnlichsten. Die Coronavirus-Krise machte auch vor der Unihockeymeisterschaft der Turnvereine nicht Halt. Trotz grössten Bemühungen musste das OK kapitulieren und die in Herzogenbuchsee am 28./29. März 2020 geplante Finalrunde absagen, schlussendlich auch wegen des Befehls von oben. Den «Tornados» des TV Herzogenbuchsee für die geleistete Vorarbeit ein herzliches Dankeschön.

Messen erstmals Herren-Meister

Damit wurde am 19. März 2020 der folgende Beschluss gefasst: Die Saisonwertung erfolgt nach der sechsmonatigen Qualifikation. Wer nach einer so langen Spieldauer und Konstanz zuoberst an der Tabellenspitze steht, hat dies es auch verdient. In der höchsten Spielklasse der Männer waren die «Honey Badgers» des Turnvereins Messen eine Klasse für sich. Das Zusammenspiel der Equipe um Teamcaptain Robin Scheidegger beeindruckte. Völlig verdient kann das Team aus dem Kanton Solothurn den Meistertitel feiern. Der allererste Podestplatz in der erst fünften Saison, welche Messen in der 1. Stärkeklasse spielte, bedeutete auch gleich den Meistertitel. Ein toller Erfolg. Silber holte sich der Titelverteidiger Ursenbach Flyers I.  Es war der bereits sechste Vize-Meistertitel in der höchsten Herrenkategorie für die Ursenbacher Unihockeyler. Bronze ging an das dienstälteste Team des gesamten Cups (Durchschnittsalter: 35 Jahre). Der TV Huttwil «on fire» holte in der neunten aufeinanderfolgenden Saison in der 1. Stärkeklasse mit der Bronzemedaille die beste Klassierung überhaupt.

TV Messen "Honey Badgers"

 

Oberburg gewinnt die 2. Stärkeklasse und Gondiswil steigt in die 1. Stärkeklasse auf

Am Strich war es bis zuletzt spannend. Erst ganz am Schluss der Quali rettete sich Liganeuling Etziken.  Die Auf-/Abstiegssituation der 1./2.  Stärkeklasse präsentierte sich daraufhin wie folgt: Die Büfflä Zollbrück stiegen freiwillig in die 2. Stärkeklasse ab. Oberburg, der Meister der 2. Stärkeklasse, verzichtete freiwillig auf einen Aufstieg in die 1. Stärkeklasse. Darum werden die drei Plätze in der 1. Stärkeklasse in der Saison 2020/21 durch folgende Teams besetzt: TV Melchnau I, TV Niederbipp I «Canucks» (beide bleiben in der 1. Stärkeklasse) und TV Gondiswil «Gummibärenbande» (steigt in die 1. Stärkeklasse auf).
Aufsteiger Gondiswil heisst aber nicht der Meister der 2. Stärkeklasse. Nach zwei 2. Rängen in den vorangegangenen Saisons holte sich der TV Oberburg den Meistertitel in der 2. Stärkeklasse. Das Team freute sich über den Titel. Es möchte aber kommende Saison nicht in der 1. Stärkeklasse mitspielen und verzichtete auf einen allfälligen Aufstieg. Dadurch kam der Vizemeister Gondiswil zum Handkuss. Letztmals spielte Gondiswil in der Saison 2011/12 in der höchsten Stärkeklasse der Männer. Nun ist es ab Herbst 2020 – so Corona will – wieder soweit. Erstmals einen Podestplatz in der zweithöchsten Herrenliga schaffte die zweite Mannschaft aus Messen. Die «Eagles» verfehlten den Meistertitel um fünf Punkte und holten sich die Bronzemedaille.

TV Oberburg

 

Meistertitel für Liganeuling Bärau

Einen Einstieg nach Mass legte Bäraus Herrenteam in der untersten Herrenliga hin. Die erstmals mitspielende Equipe gewann elf der 14 Partien und holte sich damit den Meistertitel in der 3. Stärkeklasse mit zwei Punkten Vorsprung auf das zweite Herrenteam des Turnvereins Melchnau. Weil die Saison nach der Qualifikation gewertet wurde, bleiben die Ursenbach Flyers II und die Wichtrach «Aarebomber» als letztklassierte Teams in der 2. Stärkeklasse. Ob Bärau den Aufstieg in die 2. Stärkeklasse schafft – was zweifelsohne verdient wäre – hängt von der Ligaeinteilung der Saison 2020/21 ab. Das OK kann erst einen Entscheid fällen, wenn die Anmeldungen (ev. Rückzüge/Neuanmeldungen) vorliegen. Ziel wäre es natürlich, die 2. Stärkeklasse ebenfalls mit zehn Teams laufen zu lassen. Der Entscheid kann an der nächsten Spielleitersitzung mitgeteilt werden. Bronze in der 3. Stärkeklasse gewann der letztjährige Absteiger TV Madiswil.    

Dritter Mixedtitel für TV Huttwil «on fire»

In der Mixed-Kategorie, die seit der Saison 2005/06 zum Straub-Sport Cup-Angebot gehört, konnte sich der TV Huttwil «on fire» nach 2008/09 und 2009/10 den dritten Meistertitel sichern. Die Feuerleute gewannen acht der zehn Partien. Damit konnte «on fire» eine Serie fortsetzen: Seit dem Mixed-Einstieg 2006/07 haben die Huttwiler jede Saison auf dem Podest beendet (3x Gold, 4x Silber, 7x Bronze). Silber ging zum dritten Mal in Serie an den TV Messen. Bronze sicherte sich der TV Rüegsauschachen, der die vorangegangenen vier Mixed-Meistertitel gewann.

TV Huttwil "on fire"

 

Diesmal Ursenbach vor Bärau

Die Damenmeisterschaft bestand bedauerlicherweise auch 2019/20 nur aus den beiden Vereinen TV Bärau und TV Ursenbach «Unihocorns». Diesmal wurde die Rangierung aber umgekehrt. Ursenbach besiegte Bärau in beiden über 60 Minuten dauernden Direktduellen.

TV Ursenbach «Unihocorns»

 

Jugi-Neuling Lengnau holt gleich zwei Podestplätze

Bei den Jugendriegen waren Neuzugang Lengnau und Melchnau die grossen Gewinner. Lengnau holte sich den Meistertitel bei den grösseren Jugelern (Melchnau I schaffte Bronze) und Melchnau II jenen bei den jüngeren Jugelern (Lengnau II schaffte Bronze). Dies ist im Falle vom TV Lengnau sehr speziell. Die Seeländer haben diese Saison erstmals überhaupt am Straub-Sport Cup mitgemacht – und auf Anhieb mit ihrem starken Spiel geglänzt und damit frischen Wind in die Jugi-Kategorien gebracht. So landete bei den grossen Jugelern der Titelverteidiger UHT JS Wygorazzi auf dem 2. Rang. Allerdings hätte es geradesogut auch andersrum laufen können. Die spezielle Coronavirus-Situation (Wertung nach der Qualifikation) brachte es mit sich, dass bei den beiden punktgleichen Teams die «Richtlinie» (Reglement) über den Meister entscheiden musste. Unter «Rangierung» ist da folgende Rangordnung zu lesen: Punkte, Tordifferenz, mehr erzielte Torew, direkte Begegnung(en), Losentscheid. Der zweite Punkt, die Tordifferenz, entschied mit 49:30 (Lengnau) gegenüber 37:22 (Wygorazzi) für die Jurasüdfüssler.
Bei den kleinen Jugelern (Jahrgänge 2007 und jünger) enthronte Melchnau II den letztjährigen Meister SV Dürrenroth, der Silber gewann. Melchnau lag am Ende vier Zähler vor den Rothern und gewann das Direktduell 6:3.

Jugi GROSS TV Lengnau

 

TV Inkwil als grosse Cupsensation

Zusätzlich zur Meisterschaft wurde in den Kategorien Mixed und Herren auch wieder der K.o.-Wettbewerb «Cup» ausgetragen. In der Mixedkategorie wollte es die Auslosung so, dass es bereits in der ersten Runde zum vorgezogenen Finalspiel zwischen dem neuen Mixedmeister Huttwil «on fire» und dem letztjährigen Meister Rüegsauschachen kam. Die Schacher setzten sich klar durch und stehen nun im Final gegen den Meisterschaftszweiten Messen.
Bei den Herren passierte, was den Cup so speziell macht: Ein krasser Underdog setzte zu einem unglaublichen Triumphzug an. Der TV Inkwil, ein Mittelfeldteam aus der zweiten Stärkeklasse, räumte den 2. Stärkeklassen-Meister Oberburg sowie die Favoriten und 1. Stärkeklassen-Teams Etziken, Huttwil «on fire» (3. Rang Herren) und Messen (Meister Herren) aus dem Weg. Was für ein Cup-Märchen. Und nun könnte im Final gegen den dreifachen Cupsieger Rüegsauschachen noch die Krönung folgen. Und die Absage der Finalrunde spielt den Inkwilern sogar in die Hand. Hätte die Partie in Herzogenbuchsee stattgefunden, hätte Inkwil aus unterschiedlichsten Gründen schwerwiegende Absenzen zu beklagen gehabt...
Die Cupfinals in der Kategorie Mixed (Rüegsauschachen gegen Messen) und Herren (Rüegsauschachen gegen Inkwil) werden nach der Coronavirus-Krise ausgetragen. Zu einem Zeitpunkt, wenn der Sportbetrieb wieder ganz normal läuft. Es herrscht kein Zeitdruck. Die Cupsieger-Pokale und Cupsieger-Shirts werden dann unmittelbar an die Cupfinals feierlich überreicht.

Dankeschön

Für die Teilnahme an der Saison 2019/20 allen Teams ein herzliches Dankeschön. Wir hoffen ganz fest, dass ihr auch in der Saison 2020/21 – die dann wieder ganz normal verlaufen soll – dabei seid. Bitte schaut rechtzeitig mit euren Teams. Über Neuanmeldungen freut sich das OK Straub-Sport Cup. Und diesem gebührt ein riesengrosses Lob, hat es doch auch diese schwierige Coronavirus-Saison  bravourös gemeistert – und zu einem viel besseren Ergebnis gebracht, als es die vielen grossen Sportligen taten. Ein Merci auch unserem dauerhaften Sponsoren Straub Sport AG in Langenthal.
Und nun: viel Glück und bleibt gesund in dieser speziellen Zeit.

Schlussrangliste Saison 19/20